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„Pollen“

Beton, Brelinger Berg 2009

Für die Unterstützung bei der Realisierung dieser Station danken wir dem Bilhauer Burkhard Bumann-Döres

Woher weiß man eigentlich, ob es in der Vergangenheit kalt oder eher warm war?
Menschen hat es zur Zeit der letzten Eiszeit schon gegeben, aber die haben leider keine Aufzeichnungen über das Klima hinterlassen. Dass wir trotzdem wissen, wann es kalt und wann es warm war, haben wir unter anderem der Untersuchung von Ablagerungen aus den Mooren oder aus Seen zu verdanken.
In diesen Ablagerungen, die Schicht für Schicht in vielen Jahrtausenden entstanden sind, findet man Pollen (Blütenstaub) von sehr verschiedenen Pflanzen.
Zwei Beispiele für solche Pollenkörner sind hier 8000-fach vergrößert zu sehen. Die aus drei Kugeln aufgebauten Pollen gehören zur Schwarzkiefer, die bevorzugt im kalten Klima wächst. Die kugelförmigen Pollen mit den Schlitzen sind von der Eiche, die es lieber warm hat.
Findet man in einer Schicht viele Schwarzkiefer-Pollen, weiß man, dass es eher kalt war, findet man mehr Eichen-Pollen, weiß man, dass es eher warm war.
Und wenn man dann noch weiß, wie lange es gedauert hat, bis sich die einzelnen Schichten gebildet haben, kann man auf diese Weise die Klimageschichte rekonstruieren.